Bürger - Initiative IG
gegen den alten 35 m (und neu geplanten 70 m)
Funk-Turm in Haiden-Kreut
bei Schloßberg
Gmd. Stephanskirchen - Rosenheim
Strahlenbelastung seit 2003 höher
?
Ende 2000 wurde bekannt, dass D2 Vodafone für sich und andere
Mobilfunkbetreiber im Ortsteil Haiden einen 70 m Turm mit
Vermittlungsgebäude errichten wollte. Durch massive Proteste von
allen Seiten wurde das Bauwerk verhindert. Nach wie vor steht
aber immer noch der 30 m Turm in Haiden-Kreut der mit einem
dutzend Sender über ca. 25 Antennen von D2, E+ und 02 in die
umliegenden Häuser strahlt.
Mehrere Proteste der Anlieger bei den 3 Netzbetreibern und bei
der RegTP als Lizenzgeber, die Leistung erheblich zu reduzieren
oder den Standort zu verlegen, brachten bisher kein positives
Ergebnis.
Im Gegenteil ! Wir Anlieger befürchten, dass die
Netzbetreiber ihre Sendeantennen für UMTS zusätzlich auf den
bestehenden Turm montieren und die Strahlenbelastung dann
mindestens verdoppeln.
Vodafone wird 2004 den Turm um 6 m erhöhen und div. weitere Antennen montieren !
Nokia, British Telecom ( früherer Besitzer von 0 2 ex Viag Interkom )
und der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz warnten
schon 2001 vor unkalkulierbaren Risiken, was die Jahre vorher
immer abgestritten wurde.
Alle die uns unterstützen wollen, können an folgende Adressen
ihre Meinung übermitteln:
Vodafone Düsseldorf Fax 0211 / 533-2200
Eplus Düsseldorf Fax 0211 / 448-4777
0 2 Fax 089 / 2442-1219
RegTP Rosenheim Arnulfstr. 13 Fax 08031 / 260180
Übrigens sind wir keine Handygegner, also wir wollen Ihnen nicht
Ihr "Spielzeug" nehmen, sondern wir fordern, dass die
Netzbetreiber die teurere Lösung anwenden und die
dauerstrahlenden Basisstationen mit größeren Abständen und
weniger Leistung zur Wohnbebauung aufstellen, was technisch möglich
ist, aber eben teurer. Alternative Standorte wurden den
Netzbetreibern bereits angeboten. (Stand Ende Nov. 2002)
Inzwischen unterstützen auch die Stadtwerke Rosenheim die Bürgerinitiative. (Stand Jan.02)
Im Juli 2003 wurden von Vodafone D2 zu den bestehenden 4 x GSM 900 Antennen 4 Stück UMTS 2100 Antennen montiert. Der Probebetrieb dürfte schon laufen ... Angeblich strahlen UMTS-Handys nur noch mit einem viertel der Leistung von GSM 900 Handys. Die Basisstationen strahlen 24 Stunden mit 10 - 50 Watt gepulst je nach Ausleuchtungsgebiet. E+ und O2 werden lt. RegTP-Ausschreibungsvertrag bis Anfang 2004 auch UMTS nachrüsten.
FORUM
für Meinungen + Gästeliste
Am 24.10.2000 und am 18. 11. 2000 erschienen im OVB Berichte über Bauanträge der Firma Mannesmann (zukünftig Vodafone) für einen neuen Funk-Turm im Ortsteil Haiden, mit einer geplanten Höhe von 70 m. Der bisherige Masten am Wasserbehälter ist etwa 30 m hoch. Der geplante Turm würde noch näher am Ortsteil Haiden bei Schloßberg errichtet.
Voraussichtlich will Vodafone wie auch beim bisherigen Masten weitere Netzbetreiber als Untermieter aufnehmen und diverse Antennen und Sender für 900 MHZ, 1800 MHZ, 2100 MHz (UMTS) und div. Richtfunk-Spiegel auf 30-40 GHz zu anderen Türmen montieren lassen.
(Mikrowellenherde "senden" bei etwa 2500 MHz, Radaranlagen im oberen Gigaherzbereich)
Bekanntlich soll bereits 2002 flächendeckend das UMTS-Netz, als Nachfolgenetz des bisherigen Handynetzes GSM D1,D2,E1-2 errichtet werden.
Dabei stehen mehrere internationale Konzerne im Wettbewerb, die aber bei den Antennenstandorten zusammenarbeiten wollen.
Bei der Bauvoranfrage stimmten nur 2 Gemeinderäte für den Bau. Lt. tel. Rückfrage bei einem der Gem.-Räte argumentiert er so: Alle benutzen Handys, wir brauchen das ... Die Fachleute (wer ?) von Mannesmann versichern, dass die Strahlen unschädlich sind und über den Köpfen der Anleger drüber strahlen und weniger als ein Handy am Kopf strahlen .... Trotzdem will sich dieser Gmd.Rat sein Abstimmungsverhalten bei einem evtl. Bauantrag überlegen, glaubt aber ihn nicht verhindern zu können.
Als Grundstücksbesitzer wird von der Verwaltung ein Hr. W..... aus Vogtareuth genannt, dem ein Teil der Wiese " Haidenerfeld "nördlich von Haiden gehört.
Herr W. bestreitet, Verkaufsverhandlungen mit Mannesmann u.ä. geführt zu haben . . . (Kann eine Firma ein so großes Bauvorhaben ohne Einverständnis des Grundstücksbesitzers beantragen ? Wer es glaubt ... )
Landwirte die eine kleine Antenne auf dem Dach montieren lassen, bekommen von den Netzbetreibern Mieten zwischen 300,- und 3000,- Euro monatlich je nach Standort. Teilweise über 10 Jahre im voraus damit eine Kündigung unmöglich wird !
Der geplante 70 m Turm benötigt auch ein Betriebsgebäude mit Klimaanlage. Lt. Behörden ist ein 20 x 20 x 10 m Betriebsgebäude ähnlich einer Fabrikhalle mit umbauten Raum von 4000 (viertausend !) Kubikmeter geplant. Ähnliche Sendegebäude sind nur in Schnaitsee und beim Olympiaturm München erforderlich. Sendegebäude in dieser Größenordnung könnten auch bis zu 30 Beschäftigte aufnehmen, die auch noch Parkplätze, Kanalanschluß etc. benötigen. Also doch ein Industriebau mit Verwaltungsgebäude !
Jeder der bisher bis zu 6 GSM-Sender bei den "kleinen" 30 m Masten erzeugt eine Sendeleistung zwischen 10 und 50 Watt die über Koaxleitungen zu Mehrelementantennen mit Gewinnen von bis zu 8 dB geleitet werden. Zusätzlich gibt es noch etwa 10 ! 38 GHz Richtfunkantennen zu anderen Sendern im Landkreis und der Stadt.
Die abgestrahlte Leistung kann dann pro Antenne mehrere tausend (1000) Watt betragen. Vorwiegend strahlen diese Antennen zwar keulenförmig, die Strahlen werden aber von Luftteilen, Regen, Schnee, Umgebung etc. reflektiert und dadurch auch zu einem großen Teil an die unmittelbare Umgebung abgegeben. Dies kann jeder selbst mit seinem Handy testen. Gehen Sie in den Keller eines Anliegers und schauen auf das Display. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt bisher eine Abstandsfläche von 11 m zur Antenne, da innerhalb dieses Bereiches thermische Erwärmung stattfindet, es wird also heiß ! Für die elektromagnetischen Strahlung gibt es andere Empfehlungen bzw. darüber streiten sich die Gelehrten. Untersuchungen wurden von verschiedenen Seiten angeregt, teilweise auch durchgeführt, kamen aber zu unterschiedlichen Ergebnissen. Dabei muß unterschieden werden, zwischen dem Handytelefonierer mit 900 /1800 MHz mit wechselnder Sendeleistung ca. 0,05 1,5 Watt direkt am Kopf, allerdings nur jeweils einige Minuten pro Tag (Selbstverursacher) und der Basisstations-Dauerstrahlung mit z.B. 6 mal 50 Watt bis über 1000 Watt, aber 24 Stunden am Tag bei einem Abstand von vielleicht 200 m. Zu vergleichen etwa mit der Sonnenstrahlung. Von täglich 3 Minuten kurz in der Sonne bekommt man kaum einen Sonnenbrand, aber den ganzen Tag unter der Höhensonne wird einem trotz Sonnenhut etc. nicht gerade blaß lassen . . .
Lt. Aussagen von Baubehörde etc. kann gegen das Bauvorhaben zwar protestiert werden, aber es kann nicht verhindert werden, da es ein sog. privilegiertes Bauvorhaben sein soll ( Industriebau !) ?
Die Definition Privilegiert wird teilweise so ausgelegt, dass das Vorhaben der Allgemeinheit zur Grundversorgung zur Verfügung steht. Dem ist zu widersprechen. Der Bergwanderer in Not kann sein Handy auch ohne der Masten in der Nähe der Wohnbebauung benützen. Außerdem besteht lt. Werbung der Mobilfunknetzbetreiber bereits fast 100 % Versorgung. Jeder Industriebetrieb könnte argumentieren, dass auch er seine Produkte der Allgemeinheit zur Verfügung stellt und damit auch als Privilegiert gilt ?
Als Standortalternativen stehen den Netzbetreibern mehrere Kiesgruben und Waldgebiete zu Verfügung, welche aber höhere Erschließungskosten verursachen.
Weitere Probleme für Anlieger um Antennentürmen :
Eisfall vom Turm bzw. den Antennen bis zu 30 m rund um den Turm. Warnschilder mit
"Achtung Lebensgefahr !" erforderlich.
Erhöhter Blitzeinschlag bzw. Überspannungen im Strom-Telefon-Fernsehkabel durch Blitzästelung vom Turm zur umliegenden Bebauung.
Hochfrequenzstörungen in Elektrogeräten bzw. Empfangsgeräten durch Mischung von unterschiedlichen Sendeanlagen (Interferenzstörungen).
Geräuschentwicklung durch Abluftventilatoren die sich ein und ausschalten je nach Temperatur. In der Nacht einige hundert Meter hörbar, je nach Wartung etc.
Evtl. muß der Turm in der Nacht mit rotem Blinklicht beleuchtet werden, da er in der Einflugschneise von Krankenhaus-Heli und BGS liegt.
Eingeschränkte Nutzung der umliegenden Grundstücke, eingeschränkte ökologische landwirtschaftliche Nutzung, erhebliche Wertminderung der angrenzenden Immobilien.
Raumordnungsverfahren erforderlich !
Tragen Sie sich in die Liste ein, und setzen ein Zeichen auch für die Zukunft, falls die Schädlichkeit gerichtlich anerkannt wird. Oder wollen Sie sich von Ihren Kindern später fragen lassen :
warum habt ihr nichts unternommen . . . ?
Eintrag in Protestliste gegen 70 m Funk-Turm (lagen auch in div. Schloßberger Geschäften auf) >>
Infoveranstaltung am 22.11.2000
Die Bayernpartei im Gemeinderat Stephanskirchen lud zu einer Informationsveranstaltung " Krank durch Mobilfunk und Handys" ein. Referent war Dr. Christoph Scheiner aus München. (Tel. 089/885222)
Lt. Dr. Scheiner sind nicht nur Mobilfunkmasten und Handys, sondern auch sog. DECT-Schnurlostelefone bzw. deren Basisstationen nicht gerade ungefährlich.
Leider sind die vorgetragenen z.T. wissenschaftlichen Ergebnisse vor den meisten Gerichten als Beweis der schädlichen Strahlung von Funktürmen nicht ausreichend.
Trotzdem will sich die Gemeinde Stephanskirchen gegen den geplanten Riesenturm aus baurechtlicher Sicht wehren . . .
Bürgerinitiative gegründet !
Am 25.11. wurde von mehreren Anliegern eine Bürgerinitiative gegründet. Gleichzeitig wurde dem int. anerkannten Sachverständigen für EMVU, Wulf-Dietrich Rose von der int. Gesellschaft für Elektrosmog- Forschung der Auftrag für ein Gutachten gegeben, das auch Behörden und Betreiber, sowie die Genehmigungsbehörde RegTP Anfang Dezember erhielten.
Dabei wurde auch klar, daß immer mehr unmittelbare Anlieger aber auch Bürger aus Stephanskirchen, Prutting, Zaisering und Umgebung die Verlagerung bzw. den Abbau des bestehenden 30 m Funkmastes mit div. Sendern von D2, Eplus und Viag Interkom fordern, nachdem mehrere Fälle von akuten Erkrankungen in der Nähe des Mastes wie z.B. Leukämie und Tinnitus bekannt wurden.
Strahlenmessungen in Stephanskirchen - Schloßberg - Nord
Am 1.12. wurden vom int. anerkannten Sachverständigen für Elektrosmog Wulf-Dietrich Rose mehrere Messungen durchgeführt. Siehe auch : http://www.elektrosmog.com
Dabei stellte sich heraus, daß z.B. im Ortsteil Höhensteig, etwa 800 m vom derzeitigen Funkmasten entfernt, eine um 50 % höhere Strahlenbelastung besteht als an einigen Häusern in Haiden in 200 m Entfernung.
Gutachter Wulf Dietrich Rose bei Messungen in Stephanskirchen
Lilli Streng vom RFR TV beim Interview der Anlieger am 8.12.2000
Sendungen u.a. am 8.12. und 14.12. im RTL-RFR-Lokalfenster 18 Uhr
Im Januar 2001 stellte die IG bei den drei Netzbetreibern, der Aufsichtsbehörde RegTP und beim Grundstücksbesitzer, der Stadt Rosenheim den Antrag für eine Verlagerung des Mastens oder die erhebliche Leistungsminimierung im Verhältnis 10:1
Am 16.1. 01 teilte Mannesmann-Vodafone Düsseldorf in einem Fax mit, daß sie auf den Ausbau ihres Netzes bestehen und an geplanten Standorten "festhalten" . . .
Am 19.1.01 bietet e-plus, einer der drei Netzbetreiber auf dem bestehenden Mannesmann-Masten an, einen evtl. Zusammenhang zwischen Erkrankungen bei Anliegern und der Sendeanlage zu untersuchen.
Am 26.1.01 drehte ein Team vom Bayerischen Fernsehen unter der Leitung von Redakteurin Heike Papenfuss einen Beitrag für die Sendung "Unkraut" am 2. Februar 2001 um 21.30 Uhr

Am 9. Februar 2001 fand im Augustinerbräu, Neuhauser Str. 27 in München eine Informations - und Diskussionsveranstaltung statt mit dem Titel : " Macht Mobilfunk krank ? "
Moderation: Werner Schmidbauer
u.a. J.Altenweger, Bauer in Schnaitsee, Dr. Wenzel, Dr. L.v.Klitzing, Landtagsabgeordnete . . .
Am 19.2. fand in Neubeuern eine Veranstaltung mit Dr. Scheiner und Hrn. Zwerentz von der Bürgerwelle statt.
Am 18.4. fand in Schnaitsee eine Livediskussion im BR-TV Bürgerforum statt.
Am 7.7.2001 um ca. 11 Uhr fand in Rosenheim ein Demozug von der Loretowiese zum Max-Josefs-Platz statt.
weitere LINKS zu diesen Thema: z.B. ARD-Plus-Minus www.esmognetz.de www.izgmf.de Funk schädlich ?
Im Raum Rosenheim gibt es noch weitere Bürgerinitiativen gegen Mobilfunkmasten:
z.B. Amerang Tel. 08075 / 8300, Vagen Tel. 08062 / 5567, Wolfratshausen Tel. 08171 / 9116522
Vogtareuth : http://www.strasskirchen-obb.de/
NEU ! Im Sommer 2005 errichtete T-Mobile D1 im angrenzenden Ortsteil Grasweg einen 10 m hohen Versorgungssender. Dieser wurde grün angestrichen und steht hinter Büschen kaum sichtbar neben der Straße nach Vogtareuth . . .
Hilfe bei starker Strahlungsbelastung durch Sendemasten oder Nachbars DECT-Basisstation:
Besorgen Sie sich Alu-Küchenfolie und tapezieren Sie Ihre Mauern außen oder innen in Richtung des Senders. Ein Ende sollte geerdet werden. Entweder an der Heizung oder an Regenrohren etc. Darüber mit normaler Wandfarbe streichen oder Papiertapeten. Meßungen vor und nach der Abschirmung z.B. mit den preiswerten GSM- und SHF-Feldstärkemeßgeräten von ELV ab ca. 25,- Euro
IG gegen den Funkturm Haiden bei Schloßberg
eMail: keinfunkturm@web.de Standortdaten: http://emf.bundesnetzagentur.de/gisinternet/index.aspx?User=1000&Lang=de
Haben Sie Informationen, wollen Sie einen LINK auf Ihre Homepage, Kritik, Kommentare ...
FORUM für Meinungen + Gästeliste
alles willkommen, einfach mit Absender oder anonym an : keinfunkturm@web.de
TATORT ARD am 26.August 2007 : Chat-Mitschnitt Radio Bremen